PIGINI
Firmenlogo : Das
bekannteste Firmenlogo der internationalen
Akkordeonszene ist der "PIGINI - Vogelschnabel". Das
linke Dreieck symbolisiert einen Vogelschnabel und steht
gleichzeitig für die Gesamtheit an Wissen, Material,
Können und Erfahrung, die nötig ist um ein
Spitzeninstrument bauen zu können. Die Summe dieser Energien
wird nun nach rechts folgend, auf einen Punkt
konzentriert und heraus kommt der PIGINI Klang. Dieser wird
durch das unterbrochene, pulsierende Dreieck in Form von
Schallwellen symbolisiert.
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Am
6. Juni 1946 trägt Filippo Pigini die Firma "F.lli PIGINI di
Filippo", zusammen mit seinen Söhnen Adriano, Luigi, Marino
und Gino als Geschäftspartner, bei der Handwerkskammer in
Ancona ein. Filippo Pigini, ein Mann mit außergewöhnlichem
Unternehmergeist, sorgte dafür daß seine Söhne, die gerade von
der Kriegsfront zurückkamen, die Arbeit in der 1930 gegründeten
Schreinerei der Familie wieder aufnahmen. Zu dieser Zeit wurden
auch die ersten Akkordeons hergestellt. Die Nachkriegszeit war
hart, doch die jungen Geschwister ließen sich nicht unterkriegen.
Die Notwendigkeit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und
ihre große Begeisterung war ihr Antrieb eine der
dynamischsten und bedeutendsten Firmen des Akkordeonbaus zu gründen.
Die Führung des Unternehmens lag
mehrere Jahre lang in den Händen von Gino Pigini, der bereits im
Alter von 14 Jahren ein erfahrener "Vociarolo" (Stimmenmacher) war. Er setzte großes Vertrauen in den Ideenreichtum der Jugend
und in deren Lernwillen. In kürzester Zeit stellte er eine Gruppe
von außergewöhnlichen Akkordeonbaumeistern zusammen. Seine
Anstrengungen sowie seine Arbeitsphilosophie bilden auch heute
noch die Grundlage für die PIGINI-Spitzenqualität.
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Gino
Pigini wurde am 24. März 1914 in Castelfidardo geboren.
Bereits im Alter von 12 Jahren begann er eine Ausbildung als
Stimmenmacher, hierzu mußte er jeden Tag die 10km lange Strecke
nach Sirolo zur Arbeit mit dem Fahrrad zurücklegen. Im Alter von
18 Jahren gehörte er bereits zu den bestbezahlten Stimmenmachern
in ganz Castelfidardo, sein Arbeitstag begann um 5 Uhr früh und
endete abends um 8 Uhr. Diese ausschließlich in Handarbeit
ausgeführte Tätigkeit braucht jahrelange Erfahrung und so
erreichte er größte Geschicklichkeit in der Herstellung der
allerwichtigsten Komponente im Akkordeonbau - der Stimmplatte.
Gino fing an Akkordeons zu bauen und für ihn war das Liebe auf
den ersten Blick. Seine Frau und seine Brüder halfen ihm dabei.
Sie arbeiteten 14 Stunden am Tag, Wochenenden und Feiertage
eingeschlossen, um die Qualität der Instrumente stetig weiter zu
steigern und die Kunden zufriedenzustellen. Gino war gleichzeitig
Firmenbesitzer, Mitarbeiter und Hersteller. Die Firma hatte mit
verschiedenen Schwierigkeiten zu kämpfen doch Gino meisterte sie
alle, denn seine Familie war immer eine Quelle aus der er neue
Kraft schöpfen konnte. Und obwohl er keine Fremdsprachen konnte,
exportierte er 98% seiner Akkordeons in alle Welt, denn
seine Visitenkarte war seine Freundlichkeit, sein charmantes
Lächeln und natürlich ein Produkt von allergrößter
Spitzenqualität. Gino hatte 4 Kinder, Alberto, Agnese, Massimo
und Francesca. Gino Pigini verstarb am 1. Juli 1994 im Alter von 80 Jahren.
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1946
- 1949 : Die ersten
Lieferungen gehen in die USA, dann nach Kanada, Schweden, Dänemark,
Argentinien, Ägypten und Pakistan, was schon kurz nach der
Firmengründung beweist, welch internationaler Geist PIGINI
zueigen ist. Adriano Pigini wechselt seine Arbeitsstelle.
1950
- 1960 : Größere
Marktanteile werden erreicht, neue Kataloge werden nun gedruckt
und an den ständig wachsenden Kundenkreis verschickt. In
Zusammenarbeit mit dem Finnen Lasse Philayama, einem Musiker,
Komponist und Akkordeonlehrer, erreicht man große Marktanteile in
Skandinavien. Lasse will das Akkordeon nach seinen
Vorstellungen weiterentwickeln und findet in Gino Pigini den
richtigen Partner um seine Ideen umzusetzen. Lasse Philayama
brachte als Akkordeonpionier das PIGINI Akkordeon in Finnland
voran und obwohl er und Gino Pigini unterschiedliche Sprachen
hatten, gelang es ihnen Instrumente speziell für den finnischen
Markt zu entwickeln, das Akkordeon voranzubringen und somit PIGINI
in Finnland zu großem Erfolg zu führen. Dabei konzentrierten sie
sich hauptsächlich auf die Bedürfnisse der jungen
Akkordenschüler und Nachwuchsmusiker. Das Ergebnis waren große
Akkordeonbestellungen in den Folgejahren die den gemeinsamen
Erfolg sicherten. Lasse Philayamas Lagerkapazitäten im Haus waren
bald zu klein uns so lagerte er die Akkordeons in seinem Swimming
Pool. Die wohl bekannteste Anekdote von Lasse Philayama war:
"Stoppt die Lieferungen für einen Monat, sogar mein Swimming
Pool ist nun mit Akkordeons voll". Dann nach zwei Wochen :
"Warum um alles in der Welt sendet ihr mir keine Akkordeons
mehr, ich habe schon alle Akkordeons aus dem Swimming Pool
abverkauft".
Die
60er Jahre : Die
Akkordeonbranche steckt in einer tiefen Krise. Das
Convertorakkordeon wird geboren. Es folgen Jahre hoher
Investitionen und intensiver Forschung um die höchst komplexe
Convertor- Bassmechanik der PIGINI Instrumente zu entwickeln. Das
Endergebnis ist ein kleines Wunderwerk der Feinmechanik das
absolut geräuscharm und störungsfrei funktioniert. Mit der
hauseigenen Convertormechanik, die auch heute noch für jedes
einzelne Instrument ausschließlich und vollständig im eigenen
Werk hergestellt wird, besitzt PIGINI nun ein herausragendes
Alleinstellungsmerkmal für den gesamten Bereich der Manual 3
Instrumente. An Hochschulen und Konservatorien spricht sich
schnell herum, daß der PIGINI
Convertor durch seine mechanische
Präzision hervorsticht und durch exakt spürbarem Druckpunkt im
Manual 3 hohe Griff- und Spielsicherheit vermittelt.
Der
PIGINI
Convertor
-
das
Meisterwerk
im
Akkordeon.
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Lasse
Philayama
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Die
70er Jahre : Der Markt
gibt erneut nach. Gino Pigini übernimmt die Firmenanteile seiner Brüder
Luigi und Marino. Unter der Leitung von Gino Pigini und seiner
Frau Albertina Camilletti geht es mit der Firma weiter bergauf.
1975
- 1979 : Aufgrund des stark
zugenommenen Exportanteils expandiert Pigini und hat jetzt mehr
als 40 Mitarbeiter beschäftigt.
1980
- 1982 : Erneute
Martkteinbrüche machen einen drastischen Stellenabbau notwendig.
Gino wird nun von seinem Sohn Massimo
bei der Leitung der Firma unterstützt.
1980
- 1983 : PIGINI setzt einen
Meilenstein mit der Entwicklung des für PIGINI wichtigsten
Akkordeons - dem SUPER BAYAN SIRIUS. Der
Ursprungsgedanke des SIRIUS wurde bei einem gemeinsamen Abendessen
im August 1981 gelegt, als Professor Ferdinand Lacroix ( F )
vorschlug : Warum versuchen Sie nicht ein hochwertiges
Konzertakkordeon zu entwickeln das kompakt, brilliant im Klang,
mechanisch präzise, langzeitstabil und zuverlässig ist, und
dessen Gewicht bei allen diesen Eigenschaften nicht über 13kg
liegt? PIGINI nahm diese Herausforderung an und alle Konstrukteure
und Handwerker im PIGINI Team machten sich an die Arbeit. Der
erste SIRIUS wurde 1983 präsentiert und sein Gewicht lag bei
12,7kg. Der SUPER BAYAN SIRIUS war für PIGINI somit keine
Bescherung des Schicksals sondern das Ergebnis von gut
durchorganisierter Teamarbeit aller Handwerksspezialisten. Das
Erste SIRIUS Modell wurde für den dänischen Akkordeonvirtuosen
und Pädagogen Mogens Ellegaard gebaut.
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Massimo
Pigini
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1986
- 1987 : PIGINI greift frühere
Ideen über ultra-leichte Standardbass Instrumente auf und
stellt das Modell SUPER KING vor.
1990
: Massimos Schwester
Francesca Pigini kommt in die Firma.
1991
: Erforschung neuer Möglichkeiten
und Grenzbereiche. Schaffung einer neuen Realität : MYTHOS
1.
Juli 1994 : Gino Pigini
verstirbt im Alter von 80 Jahren. Die Firma wir nun von Massimo
Pigini geleitet. |

Francesca
Pigini
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1995 :
Zeit
an den musikalischen Nachwuchs zu denken. Als erstes
Kinder Convertorakkordeon wird das PETER PAN vorgestellt.
1996 :
PIGINI
feiert 50 jähriges Bestehen und lädt alle Musiker und
Freunde zum gemeinsamen Firmenjubiläum ein. Eine neue
Fabrikhalle mit hochmodernen Fertigungseinrichtungen wird
an die bestehende Akkordeonmanufaktur angebaut. Höhere Stückzahlen
bei niedrigeren Fertigungstoleranzen und gleichbleibender Spitzenqualität werden im modernen
Akkordeonbau hiermit ermöglicht. April
2000 : PIGINI setzt ein neues Zeichen und stellt zur Musikmesse
das PIGINI Bandoneon vor. März
2001 : PIGINI stellt zur Musikmesse seine neue Modellserie von
Folkloreakkordeons vor. In die Konstruktion der neuen PIGINI HELIPOLKA
Helikonbassakkordeons fließen
langjährige Erfahrungen im Bau von Konzertakkordeons mit ein. |
 
 
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20.+21.
Juni 2003 : PIGINI Siruis Festival
PIGINI
feiert unter dem Motto "Tausend in einer Nacht" eine
einzigartige Veranstaltung für ein einzigartiges Instrument, den
SUPER BAYAN SIRIUS. Mit dem PIGINI SIRIUS FESTIVAL in Senigallia
wird die Produktion des SIRIUS Akkordeons mit der Seriennummer
1000 zusammen mit Musikern und Freunden aus aller Welt gefeiert. Gäste
aus vielen Teilen der Welt nahmen an der speziellen PIGINI SIRIUS
Verlosung teil, an der alle Besitzer eines Sirius teilnehmen
durften. Der "PIGINI SIRIUS Nr. 1001", ein Akkordeon,
das speziell für diese Veranstaltung hergestellt wurde, gewann
Anna Uccelli aus dem Hans Brehme Quartett (Italien).
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Viacheslav
Semionov |

Friedrich
Lips |

Owen
Murray |
PIGINI
Spezialisten boten Workshops an zu den Themen Stimmung, Aufbau und
Konstruktion der rechten und linken Hand beim SIRIUS, Alexander
Technik (Claudio Jacomucci), es fanden Sessions und Meisterkurse
mit berühmten Lehrern und Musikern statt. Benjamino Bugiolacci
moderierte das Galakonzert im Fenice Theater und Paolo Picchio
organisierte die Workshops. Bei dem Festival spielte Peter
Soave (USA) die Weltpremiere des "Tango Furioso", ein Stück
des Venezuelanischen Komponist Aldemaro Romero, das speziell für
Streichquartett und Bandoneon geschrieben wurde. Internationale
Künstler wie zum Beispiel Lelo Nika, Friedrich
Lips, Claudio
Jacomucci, der mit der Tänzerin Kathleen Delaney auftrat, Aude
Giuliano, Viacheslav
Semionov, Peter Soave mit dem Rucner Streichquartett und Owen
Murray spielten nicht nur hervorragende Musik, sondern taten
sich zur Freude des Publikums auch zu einer Jam Session, einem
lockeren Zusammenspiel, zusammen. Die Festtage mit
gemeinsamen Dinner, Meisterkursen und Workshops wurden vom Gala
Konzert im Fenice Theater gekrönt. Das 1000ste SIRIUS
Instrument beweist einmal mehr, daß der SIRIUS weltweit das
meistgespielte Konzertakkordeon an Hochschulen und Konservatorien
ist.
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25.11.2003 : PIGINI übernimmt die Firma CEMEX, den Hersteller der
traditionsreichen Akkordeonmarke "EXCELSIOR"
und stellt somit weitere wichtige
Weichen für die Zukunft der Akkordeonwelt. Beide
Marken existieren nach wie vor unabhängig am Markt, gesteuert von
PIGINI.
2010
: NEUVORSTELLUNG - PIGINI kündigt
einen neuen Star an : NÓVA
NOVA
MYTHOS SIRIUS
Bayan 58 Master
58 Caracter Convertor
55 Prestige Junior
Convertor 42/B Convertor
37/B3 Convertor 37/P3
Convertor 34/P3 Studio
B2 Peter Pan Bandoneon
Super
King Jazz Star De
Luxe Professional Wing
Primavera Preludio
Helipolka Basson
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